März 2026 – Maschinenlaufzeiten rauf! Produktionskosten runter.
Praxisimpulse zur effizienteren Zerspanung bei HEDELIUS in Meppen
Wie lassen sich Maschinenlaufzeiten erhöhen und gleichzeitig Produktionskosten senken? Genau dieser Frage widmete sich eine Veranstaltung des MEMA-Netzwerk bei der HEDELIUS Maschinenfabrik GmbH in Meppen.
Unter dem Tagesmotto „Maschinenlaufzeiten rauf – Produktionskosten runter“ erhielten die Teilnehmenden praxisnahe Einblicke in Methoden und digitale Werkzeuge, mit denen Unternehmen ihre Fertigungsprozesse transparenter machen und gezielt optimieren können.
Prozesse sichtbar machen
Den inhaltlichen Auftakt gestaltete Heinz-Herrmann Menke vom Unternehmen MENKE MQA. Mit seiner langjährigen Praxiserfahrung zeigte er auf, wie wichtig es ist, Prozesse und Wertschöpfungsketten im Unternehmen zunächst klar zu verstehen, bevor Optimierungen umgesetzt werden.
Dabei ging es unter anderem um bewährte Methoden aus der Produktionsorganisation wie:
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5S-Analysen
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kontinuierliche Verbesserungsprozesse (KVP)
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REFA- und KAIZEN-Methoden
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Kennzahlensysteme zur Prozesssteuerung
Ziel dieser Ansätze ist es, Verschwendung sichtbar zu machen und Potenziale entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu identifizieren.
Maschinenlaufzeiten mit Daten verbessern
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Softwarelösung TimeView, mit der Maschinenlaufzeiten in der Zerspanung transparent analysiert werden können. Durch Echtzeit-Monitoring von Maschinendaten, deren Auswertung und Visualisierung lassen sich beispielsweise Stillstandzeiten, Rüstzeiten oder ungenutzte Kapazitäten schneller erkennen.
Gerade bei Dreh-, Fräs- oder Laserbearbeitungsmaschinen entstehen hier oft erhebliche Optimierungspotenziale. Werden diese systematisch ausgewertet, können Unternehmen ihre Produktivität deutlich steigern und Prozesse stabiler gestalten.
Produktionsabläufe ganzheitlich steuern
Ergänzend wurde mit der ERP-Lösung jKarat ERP ein Ansatz vorgestellt, der die übergreifende Planung und Steuerung von Produktionsprozessen unterstützt.
Durch eine integrierte Planung lassen sich unter anderem:
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Automatisierungen besser vorbereiten
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Ressourcen effizienter auslasten
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Arbeitslasten gezielter verteilen
Langfristig kann so der Weg in Richtung weitgehend automatisierter oder sogar mannloser Fertigung vorbereitet werden.
Nebenzeiten im Blick behalten
Ein weiterer wichtiger Baustein für höhere Maschinenlaufzeiten ist die automatisierte Werkzeug- und Messmittelverwaltung. Hier zeigte das Unternehmen F. Lüttmann GmbH, wie sich auch die oft unterschätzten Nebenzeiten im Fertigungsprozess deutlich reduzieren lassen.
Denn fehlende Werkzeuge, unklare Messmittelverfügbarkeit oder aufwendige Suchprozesse führen im Alltag schnell zu unnötigen Stillständen – Potenziale, die mit digitalen Lösungen deutlich reduziert werden können.
Technologie live erleben
Dass die Veranstaltung bei HEDELIUS Maschinenfabrik GmbH stattfand, passte perfekt zum Thema. Das Unternehmen entwickelt und produziert seit 1967 leistungsstarke CNC-Fahrständer-Bearbeitungszentren „Made in Germany“ und ist europaweit für seine Qualität bekannt.
Auf rund 25.000 Quadratmetern Produktionsfläche erhielten die Teilnehmenden bei einer Werksführung spannende Einblicke in die Fertigung der Maschinen. Besonders beeindruckend war die Live-Fräsvorführung an HEDELIUS-Bearbeitungszentren, bei der auch verschiedene Automatisierungsmöglichkeiten demonstriert wurden.
Austausch im Netzwerk
Neben den Fachvorträgen und Demonstrationen blieb ausreichend Zeit für Gespräche und den Austausch unter den Teilnehmenden. Gerade dieser direkte Dialog zwischen Unternehmen aus der Region macht Veranstaltungen des MEMA-Netzwerk so wertvoll.
Die auf begrenzte Teilnehmerzahl sorgte für eine intensive Atmosphäre und viele praxisnahe Diskussionen rund um Produktionsoptimierung, Automatisierung und digitale Fertigungssteuerung.
Fazit
Die Veranstaltung zeigte deutlich: Mehr Maschinenlaufzeit entsteht nicht durch eine einzelne Maßnahme, sondern durch das Zusammenspiel aus klaren Prozessen, transparenten Daten, digitaler Planung und gut organisierten Nebenprozessen.
Wer diese Faktoren konsequent zusammendenkt, kann seine Fertigung nicht nur effizienter gestalten, sondern auch langfristig wettbewerbsfähig bleiben.
Beim nächsten Mal auch dabei?
Das MEMA-Netzwerk bietet regelmäßig Veranstaltungen zu aktuellen Themen aus Produktion, Technologie und Unternehmensentwicklung an – mit vielen Praxisbeispielen aus der Region.
Emsland GmbHEmsland GmbH
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