April 2026 – Wieso, weshalb, warum? Welche QM-Methode ist wann die Richtige?
Welche QM-Methode ist wann die richtige?
Praxisimpulse aus dem QM-Zirkel in Meppen
Lean, Six Sigma, 8D-Report, A3 oder klassische QM-Methoden – die Auswahl an Werkzeugen im Qualitätsmanagement ist groß. Doch genau darin liegt oft die Herausforderung: Welche Methode passt zu welchem Problem?
Mit dieser Fragestellung beschäftigte sich eine kompakte Veranstaltung im Rahmen des QM-Zirkels, organisiert vom MEMA-Netzwerk, dem Kunststoffnetzwerk Ems-Achse sowie dem DGQ Regionalkreis Weser-Ems.
Rund 20 Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, um sich in einer offenen Runde über Vor- und Nachteile verschiedener QM-Methoden auszutauschen und ihre eigenen Erfahrungen einzubringen.
Orientierung im Methodendschungel
Den fachlichen Input lieferte Guido Silies, der auf langjährige Erfahrung in den Bereichen Lean Management und Six Sigma zurückblickt. In seinem Vortrag machte er deutlich:
Viele Unternehmen stehen vor dem gleichen Problem – immer neue Methoden kommen hinzu, ohne dass klar ist, wann welche wirklich sinnvoll ist.
Der QM-Zirkel setzt genau hier an und schafft Orientierung.
Das richtige Werkzeug zur richtigen Zeit
Als strukturierenden Rahmen stellte Guido Silies das Cynefin-Modell vor. Dieses hilft dabei, Problemstellungen systematisch einzuordnen – von einfachen bis hin zu komplexen Situationen.
Ein besonderer Fokus lag auf dem sogenannten „komplizierten Bereich“:
Also dort, wo Ursachen nicht direkt erkennbar sind, Expertenwissen erforderlich ist und datenbasierte Analysen den Unterschied machen.
Die zentrale Erkenntnis:
Nicht jede Methode passt zu jedem Problem – entscheidend ist die richtige Zuordnung.
Zusammenspiel statt Konkurrenz
Im weiteren Verlauf wurde deutlich, dass sich die verschiedenen Ansätze nicht gegenseitig ersetzen, sondern sinnvoll ergänzen:
- Lean für Transparenz und Effizienz in Prozessen
- Six Sigma für datenbasierte Ursachenanalyse
- 8D und A3 für strukturierte Problemlösung
- klassische QM-Tools für schnelle, pragmatische Ansätze
Gleichzeitig wurde diskutiert, wann einfache Werkzeuge ausreichen – und wann analytische oder statistische Methoden notwendig sind.
Ein weiterer wichtiger Punkt:
Moderne Statistik und zunehmend auch Künstliche Intelligenz unterstützen dabei, Zusammenhänge schneller zu erkennen und fundierte Entscheidungen zu treffen.
Austausch auf Augenhöhe
Mit knapp 20 Teilnehmenden war die Runde bewusst kompakt gehalten – ein Format, das sich erneut bewährt hat. Der offene Austausch führte zu intensiven Diskussionen, praxisnahen Fragestellungen und neuen Perspektiven für die eigene Arbeit.
Gerade diese Kombination aus fachlichem Input und kollegialem Austausch macht den QM-Zirkel zu einem wertvollen Format innerhalb der Netzwerkarbeit.
Fazit
Die Veranstaltung hat deutlich gezeigt:
Der Erfolg im Qualitätsmanagement hängt weniger von der Methode selbst ab – sondern davon, ob sie zur jeweiligen Problemstellung passt.
Oder anders gesagt:
Nicht der größte Werkzeugkasten entscheidet, sondern die Fähigkeit, das richtige Werkzeug gezielt einzusetzen.
Ein herzlicher Dank gilt Guido Silies für den praxisnahen Vortrag sowie allen Teilnehmenden für den offenen und konstruktiven Austausch.
Beim nächsten Mal auch dabei?
Das MEMA-Netzwerk bietet regelmäßig Veranstaltungen zu aktuellen Themen aus Produktion, Technologie und Unternehmensentwicklung an – mit vielen Praxisbeispielen aus der Region.
Emsland GmbHEmsland GmbH
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