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Unternehmenskrise durch Corona und Haftung der Geschäftsführung

Was tun, wenn die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht endet?

Termin: 06.10.2020 , 10:00 - 12:00
Veranstalter: MEMA - Netzwerk der Emsland GmbH
Veranstaltungsort: Online-Veranstaltung
world wide web
49716 Virtuell
Anmeldung bei: MEMA Netzwerk der Emsland GmbH
Christa Böhnke
05931 / 444019
anmeldung.emslandgmbh@emsland.de
Das im März 2020 erlassene COVID-19-Insolvenzaussetzungsgesetz sollte verhindern, dass es zu einer großen Insolvenzwelle kommt. Am 30.09. 2020 allerdings endet dieser „Schutz“ für die allermeisten Betroffenen wieder. Eine Verlängerung dieser Frist gilt nämlich nur für den Insolvenzantragsgrund der „Überschuldung“. Und genau hier liegt das Problem: Geschäftsführer, Unternehmer und auch Gesellschafter wiegen sich möglicherweise in falscher Sicherheit! Das bedeutendste Problem – und damit einhergehend der häufigste Insolvenzantragsgrund – stellt in der Praxis nämlich gar nicht die „Überschuldung“ dar, sondern die „Zahlungsunfähigkeit“. Hierfür allerdings wurde die Frist nicht verlängert. An dieser Stelle ist eine Aufklärung über die gewaltigen Haftungsrisiken für Gesellschafter- und Fremdgeschäftsführer dringend geboten.

In diesem Online-Seminar erfahren Sie daher, an welche Voraussetzungen die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht geknüpft ist und wer davon in Zukunft überhaupt noch „geschützt“ sein wird.  Mit dem voraussichtlich am 01.01.2021 in Kraft tretenden Sanierungsrechtsfortentwicklungsgesetz soll ein nahtloser Übergang nach Ende der Aussetzungsfrist bei Überschuldung geschaffen werden. Damit soll auch die vielfach prognostizierte Insolvenzwelle verhindert werden. Sie erhalten in dem Seminar eine Darstellung der Inhalte dieses Gesetzes und der damit verbundenen Möglichkeit zur Verhinderung von Insolvenzen. Zudem erhalten Sie einen Einblick, welche Haftungsrisiken für Gesellschafter- und Fremdgeschäftsführer bestehen und wie diese vermieden werden können. Sie erfahren außerdem mehr über die neuesten Entwicklungen der Gesetzgebung im Bereich des Insolvenzrechts. Trotz der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht haben bereits viele Unternehmen die Insolvenz in Eigenverwaltung als Sanierungsalternative gewählt. Diese stellt ein geregeltes und geordnetes Verfahren dar, in dem die Haftungsrisiken für die Geschäftsführung viel besser kontrolliert und vermieden werden können. Deshalb wird im weiteren Verlauf des Online-Seminars auf die Sanierungschancen einer Insolvenz in Eigenverwaltung eingegangen.

Inhalt:

  • Geschäftsführerhaftung in der Coronakrise
  • Aussetzung von Insolvenzantragspflichten
  • Aktuelle Entwicklungen der Gesetzgebung
  • Sanierungschancen einer Insolvenz in Eigenverwaltung

Referent:

Robert Buchalik ist Rechtsanwalt und Geschäftsführer der Wirtschaftskanzlei und Unternehmensberatung Buchalik Brömmekamp (Düsseldorf, Frankfurt, Berlin, Dresden, Stuttgart), deren Fokus auf den Bereichen Sanierung sowie Restrukturierung liegt. Buchalik ist Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes ESUG und Sanierung Deutschland e.V. 

www.buchalik-broemmekamp.de.